Ein Leben ohne Verstopfung

Gepostet von Mareike Lemme, 05.11.2020 10:11:45

Finden sie mich auf:

Marija, 58 - leidet seit Jahren unter chronischer Verstopfung.

Marija - leidet seit Jahren an chronischer Verstopfung

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann mein Darm nicht weh getan hat. Ich habe seit meinen späten Teenagerjahren Magenprobleme und niemand hat wirklich herausgefunden warum. Meine Mutter sagte mir immer, dass Äpfel gut für die Verdauung sind, so dass dies ein großer Teil meiner Ernährung war. Neben Pflaumen, Birnen, Mandarinen, Trauben, Kiwi oder jeder anderen Frucht, über die ich gelesen hatte, dass sie die Verdauung fördert. Das war sicherlich hervorragend, um mit ausreichend Vitaminen versorgt zu sein, aber ob es auch meine Verdauung unterstützt hat, da bin ich mir nicht so sicher.

Ich wollte ein aktives Leben

Ich war mein ganzes Leben lang aktiv und habe Leichtathletik gemacht als ich jünger war. So habe ich auch meinen Mann kennengelernt. Leider musste ich wegen einer Knieverletzung mit dem Laufen aufhören, habe dann aber das Radfahren für mich entdeckt. Ich liebe es im Freien zu sein und die Bewegung hat mir immer geholfen, die Schmerzen zu lindern.

Mit Schmerzen Leben

Wenn Sie ständig verstopft sind, lernen Sie, mit den Schmerzen zu leben. Schlimmer sind die Blähungen und das Völlegefühl. Sie haben den Drang zur Toilette zu müssen und dann können Sie doch keinen Stuhlgang ausscheiden. Ich konnte stundenlang auf der Toilette sitzen und nichts passierte. Mich mit Hilfe meines Fingers zu entleeren war eine normale Sache. Und dieses Gefühl, wenn Sie einen Gummihandschuh anziehen und in Ihrem eigenen Anus herumwühlen, ist nicht sehr würdevoll, glauben Sie mir. Aber wenn Sie verzweifelt sind, sind Sie bereit, alles zu tun, um Erleichterung zu finden.

Hilfe suchen

Ich habe mit mehreren Ärzten über meine Situation gesprochen, was in der Regel damit endete, dass bei mir eine Darmspiegelung durchgeführt wurde.
Da diese jedoch nie gezeigt haben, dass etwas mit meinem Dickdarm nicht stimmt, wurde meine Situation nicht weiter untersucht. Mir wurde gesagt, ich solle mehr Wasser trinken und mehr Ballaststoffe essen, und dann wurde ich nach Hause geschickt.

Dann bekam ich eines Tages in einem von mir häufig besuchten Internetforum einen Tipp über eine bestimmte Gastroenterologin und vereinbarte einen Termin. Zuerst wollte sie, dass ich eine neue Art von Medikament probiere und das schien die Dinge für eine Weile zu erleichtern, aber dann wirkte sie nicht mehr. Daraufhin schlug sie vor, ich sollte es mit transanaler Irrigation versuchen. Als sie sagte, ich würde einen Plastikkatheter in meinen Hintern stecken und dort einen Ballon aufblasen, erstarrte ich fast. Aber als sie es demonstrierte, stellte ich fest, dass der Ballon ziemlich klein ist und der Katheter selbst sehr glatt war, fast wie ein Fieberthermometer.

Eine neue Therapie testen

Im ersten Monat habe ich das Verfahren jeden Tag durchgeführt und die Wassermenge langsam erhöht. Jetzt irrigiere ich jeden zweiten oder dritten Tag. Ich verwende eine App, die meine Irrigationsdaten verfolgt und die wirklich einfach zu bedienen ist. Ich führe den Katheter ein, drücke einfach zweimal einen Knopf an der Kontrolleinheit und fertig. Ein Toilettenbesuch dauert für mich ungefähr 30 Minuten und mein ganzes Leben hat eine große Wendung zum Besseren genommen.

Ich habe mein Leben zurückbekommen

Ich bin gesund, schlafe wie ein Kind und fühle mich nie verstopft. Ich kann fast nicht glauben, dass es wahr ist, ich fühle mich nie verstopft. Und genauso wichtig ist, dass ich mich jetzt frisch fühle. Es mag etwas komisch klingen, aber ich war mir nie bewusst, ob ich rieche oder nicht. Mein Selbstvertrauen kehrt zurück und ich habe begonnen, Pläne zu schmieden, sowohl neue Dinge zu tun als auch wieder mehr Dinge zu tun, die ich aus Mangel an Energie aufgegeben hatte. Ich habe mich später in diesem Jahr für ein Radrennen für eine Wohltätigkeitsveranstaltung angemeldet. Im Moment bin ich also im vollem Training. Und zum ersten Mal seit Jahren mache ich es nicht, um die Schmerzen zu lindern - weil ich keine habe!

Sprechen Sie darüber - Bereiten Sie sich vor, bevor Sie Ihren Arzt treffen

Wir wissen, dass es peinlich sein kann, über Darmprobleme und die Symptome zu sprechen, die bei Ihnen auftreten. Oder noch schlimmer, Sie haben Ihre Situation möglicherweise bei verschiedenen Ärzten angesprochen, aber immer noch nicht die richtige Unterstützung erhalten.

Deshalb haben wir einen Fragebogen zusammengestellt, der Ihnen helfen wird. Füllen Sie ihn so gründlich wie möglich aus - er erleichtert das Gespräch mit Ihrem Arzt und lenkt es in die richtige Richtung.

Füllen Sie den Darmfragebogen aus  >

Erfahren Sie mehr über TAI

Themen: Transanale Irrigation (TAI), Mutmachgeschichten, Darmmanagement, Anwenderstory