#Mutmachgeschichten - Meine Geschichte beginnt...

Gepostet von Mareike Lemme, 14.11.2020 09:30:00

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Anfang des Jahres hatten wir auf unserer Homepage zum Gewinnspiel #Mutmachgeschichten aufgerufen. Dabei geht es darum, mit dem Tabuthema Inkontinenz aufzuräumen und die Lebensgeschichte von Betroffenen und deren Umgang mit der Inkontinenz zu erzählen. Heute veröffentlichen wir die Geschichte einer weiteren Gewinnerin aus der Serie, Gaby Stünzi.

Gaby Stünzi

Meine Geschichte mit Inkontinenz begann im Jahre 2001 als ich Blasenkrebs bekam. Meine Blase wurde entfernt und ich erhielt eine Ersatzblase aus meinem eigenen Dünndarm. Diesen Blasenersatz nennt man Neoblase. Diese Neoblase ist kein Muskel mehr und hat auch kein Gefühl. Die ersten sechs Monate waren sehr schlimm. Ich war nur inkontinent und habe mich kaum unter Menschen getraut. 

Ein Arzt in der Reha beriet mich, und so sollte ich in Zukunft katheterisieren. Ich war völlig schockiert, denn eigentlich wird diese Operation gemacht, damit man natürlich urinieren kann. Was blieb mir übrig? Ich übte sehr widerwillig. Nach einer Zeit merkte ich, dass die Inkontinenz nachließ und ich mich sicher fühlte. Ich katheterisierte und verließ das Haus für eine Stunde, dann zwei, dann drei Stunden. Ich akzeptierte und lernte mit der Zeit immer besser mit dem Kathetern umzugehen. Doch musste ich immer schauen, wo ist eine Toilette, damit die Katheterisierung auch funktionierte. Ich benötigte dazu eine Krankenunterlage und einen Spiegel. Also konnte ich z. B. nicht zum Wandern mit Freunden, da oft unterwegs keine Toilette war. Nach einer langen Zeit mit viel Übung konnte ich blind katheterisieren. Und somit hatte ich wieder sehr viel Freiheit und mein Leben lief gut.

Ich probierte einige Katheter aus und blieb dann bei LoFric Sense für den normalen Gebrauch und einem Alternativprodukt für die Reise. Bisher benutzte ich bei Besuchen bei Freunden oder Bekannten oder auch auf Reisen, damit der Koffer nicht so schwer ist, die kompakte Alternative, die ich nach dem Benutzen wieder zusammensetzen und in meiner Tasche verstauen konnte. Seit einiger Zeit gibt es nun einen neuen Katheter, LoFric Elle. Er wurde mir vorgestellt und nachdem ich ihn ausprobiert hatte, bin ich von diesem überzeugt, da er sehr gut in der Handhabung ist, ein sehr sauberes Kathetern gelingt und vor allem ist er etwas länger als der bisher von mir verwendete Katheter. So kann ich mich besser entleeren. Er hat ein schönes Design und man wird kaum erkennen, dass dies ein Katheter ist. Auch diesen kann ich nach der Benutzung wieder diskret in meiner Tasche verschwinden lassen. So benutze ich jetzt meinen LoFric Sense zu Hause und  LoFric Elle, wenn ich unterwegs bin.

Ich stelle fest, es gibt immer wieder einen Fortschritt und ich bin froh in diesem Zeitalter zu leben! Solche Hilfsmittel machen mich zufrieden und glücklich! Ich lernte auch mich mitzuteilen, oftmals verstand man nicht, was Katheterisieren ist. Inzwischen rede ich frei darüber. Ich habe fast immer Wechselwäsche dabei, falls doch mal ein wenig Urin unkontrolliert aus der Blase läuft.

Gaby StünziDas Austauschen mit anderen Betroffenen war von großer Bedeutung. Ich lernte viele verschiedene Menschen kennen, die katheterisieren, da waren MS-Kranke, Querschnittgelähmte… einfach inkontinente Menschen. Auch heute nach 19 Jahren kann ich meine Blase noch immer nicht hundertprozentig einschätzen. Daher katheterisiere ich konsequent immer wenn ich das Haus verlasse und fühle mich dadurch sicherer. Ich gründete eine Selbsthilfegruppe und kann mich durch meine Ängste und Anwendungsschwierigkeiten bei anderen Betroffenen gut mitteilen und Hilfe geben.

Gaby Stünzi

 

Wir von Wellspect bedanken uns bei Gaby Stünzi für ihre Geschichte und wünschen ihr auch weiterhin alles Gute!

Wenn auch Sie unsere Produkte kennen lernen möchten, oder Interesse an einem Beratungsgespräch zu Ihrer Inkontinenz haben, rufen Sie uns unter unserer kostenlosen Servicehotline 0800 2727872 an und vereinbaren einen Termin mit unseren Inkontinenz-Beratern.

Informationen zu unseren Produkten für das Blasenmanagement finden Sie hier.

Sie möchten uns Ihre Geschichte zum Thema Inkontinenz erzählen? Dann machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel #Mutmachgeschichten. Alle Informationen hierzu finden Sie hier.

Themen: Intermittierende Selbstkatheterisierung (ISK), Mutmachgeschichten, Anwenderstory