Verstopfung aufgrund eines neurogenen Darms ist schrecklich - ich muss damit jedoch nicht mehr leben

Gepostet von Mareike Lemme, 19.03.2021 09:11:00

Finden sie mich auf:

Ich habe Multiple Sklerose (MS), die hauptsächlich mein autonomes System beeinflusst hat und zu einem neurogenen Darm führte. Mittlerweile leiden viele Menschen (ob sie an MS erkrankt sind oder nicht) an Darmproblemen. Verstopfung wird oft als Problem unterschätzt, kann jedoch die Lebensqualität beeinträchtigen und das tägliche Leben einschränken. Man fühlt sich frustriert, aufgebläht, unbehaglich, ist verlegen und... verschwendet so viel Zeit damit!

Leben mit Verstopfung

Zuerst versuchte ich meinen Lebensstil zu ändern

...was die Ernährung, Bewegung usw. angeht. Viele Jahre später stellte sich jedoch heraus, dass ich einfach keinen Erfolg damit hatte und die Probleme immer schlimmer wurden. Sie begannen sich auf das tägliche Leben auszuwirken.

Ich schämte mich bei dem Versuch, es vor meiner Familie zu verbergen, hatte ich doch das Gefühl, dass es etwas ist, dass ich im Griff haben sollte.

Es kam zu einem Punkt, an dem ich aufgrund meiner MS überhaupt nicht mehr auf die Toilette gehen konnte. Jetzt musste ich etwas unternehmen!

Nach einer langen Odyssee verwies mich meine MS-Krankenschwester schließlich an das lokale Kontinenz-Team, und wir begannen mit Abführmitteln, Zäpfchen - wir haben alles versucht.

Letztendlich half mir die transanale Irrigation (TAI) - natürlich nach einigem Training

Ich erlernte die transanale Irrigation (TAI) mit Hilfe eines elektronischen Systems durchzuführen. Anfangs war es sehr entmutigend, ein Steuergerät zu verwenden, das an Schläuchen, einer Pumpe und einem Wasserbehälter befestigt war. Nachdem ich jedoch eine Fachkrankenschwester getroffen hatte, die mich anleitete und mir jeden Schritt des Vorgangs erklärte, funktionierte es immer besser.

Das Gerät ist unglaublich einfach zu bedienen und endlich fühlte ich mich wieder "unter Kontrolle". Ich konnte Pläne schmieden, etwas Spontanität zurückgewinnen und hatte mehr Selbstvertrauen.

Alles, was ich brauche, ist eine Toilette, und ich kann dort problemlos meinen Darm entleeren wie jeder andere.

Laufende Telefon- und Videounterstützung

Die Nachsorge durch das Kontinenz-Team war unglaublich. Das Team ist immer am Ende des Telefons für einen da, um Fragen zu beantworten oder die kleinen Probleme zu lösen, auf die man möglicherweise stößt.

Wir haben immer eine Möglichkeit gefunden, um Kontakt miteinander aufzunehmen, sogar über Videoanrufe. Das war vor allem hilfreich, als ich mich noch mit dem System vertraut gemacht habe - so konnte mich immer jemand bei der Bedienung unterstützen wenn nötig. 

Mein Rat an andere - leiden Sie nicht still vor sich hin

Sie sind nie allein, es gibt immer jemanden, an den Sie sich wenden können, wenn es sich anfühlt, als würde nichts funktionieren. Glauben Sie mir!

Die TAI hat mir meine Unabhängigkeit zurückgegeben. Wenn ich verreise, nehme ich mein TAI-System mit, ohne erklären zu müssen, was sich in meiner kleinen schwarzen Tasche befindet!

Seien Sie mutig und probieren Sie es aus. Geben Sie sich Zeit und Sie werden am Ende an Lebensqualität gewinnen!

Bestellen Sie jetzt Ihr Navina Systems Informationspaket

*Da unsere Geschichten wahr sind, können Namen und Bilder der Betroffenen geändert worden sein, um ihre Privatsphäre zu schützen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Foto: Jacob Townsend auf Unsplash

Themen: Transanale Irrigation (TAI), Mutmachgeschichten, Darmmanagement, Multiple Sklerose (MS)